Worum geht’s?

KGA-Oeynhausen-2 kleinerNein, von  Endzeitstimmung ist nichts zu spüren. In den Gärten blüht es, die Rasenflächen sind gemäht, der Hauptweg wurde soeben erneuert. Oeynhausen lebt – und schreibt gerade Geschichte. Die Wilmersdorfer Kleingartenkolonie ist die erste in Berlin, um deren Fortbestand in einem Bürgerentscheid abgestimmt wird.

Am 25. Mai ist Europawahl und es wird per Volksentscheid um die Bebauung des Tempelhofer Feldes abgestimmt. Es geht aber auch um die Zukunft der 302 Parzellen im Ortsteil Schmargendorf. Alle wahlberechtigten Einwohner von Charlottenburg-Wilmersdorf können ihr Kreuz für die Kolonie Oeynhausen machen. Und das sollten sie auch tun!

Jetzt geht es um die fast 93.000 Quadratmeter an der Forckenbeckstraße mit dem alten und vielfältigen Baumbestand. Wenn die Politik nicht gestoppt wird, soll noch viel mehr Natur vernichtet werden: Im Entwurf für den Stadtentwicklungsplan Wohnen sind allein in Wilmersdorf auch die Kleingartenanlagen Durlach, Seesener Straße, Am Fenn, Am Hohenzollerndamm, Am Stadtpark, Bundesallee, Paulsborn-Kudowa und Wiesbaden dran. Damit würden weitere 684 von noch knapp 2000 Parzellen hier vernichtet, mehr als 191 Hektar Grünfläche dauerhaft und ohne Ausgleich versiegelt.

Und weil weitere 400 Kleingärten im Kleingartenentwicklungsplan als unsicher ausgewiesen werden, sind insgesamt fast 50 Prozent der heutigen Parzellen auf rund 330 Hektar für eine Bebauung vorgesehen – allein in Wilmersdorf. Ein unumkehrbarer Grünraub, der verhindert werden muss!

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